Was ist der Digitale Produktpass (DPP)? Wie bereiten sich Unternehmen auf den Export in die EU vor?

Nachrichten 02. Sept. 2026
image not found

Die Infrastruktur für den Digitalen Produktpass der EU ist jetzt betriebsbereit. Wir zeigen, warum die Integration von ERP, Produktdaten, APIs und QR-Codes für Hersteller wichtig ist.

Das Register für den Digitalen Produktpass ist seit dem 20. Juli 2026 verfügbar. Erfahren Sie, wie sich Hersteller mit Exporten in die EU technisch auf DPP vorbereiten können.

Ein Digitaler Produktpass umfasst mehr als die Erstellung eines QR-Codes: Er ist ein Integrationsprojekt, das ERP-, Produkt-, Lieferketten- und regulatorische Daten zusammenführt.

Was ist ein Digitaler Produktpass?

Der Digitale Produktpass, auch Digital Product Passport (DPP), ist eine Infrastruktur der Europäischen Union, mit der wichtige Produktinformationen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts digital zugänglich und teilbar werden sollen.

DPP ermöglicht die digitale Verwaltung der Produktidentität, technischer Informationen, Nachhaltigkeitsdaten und weiterer Angaben, die gesetzlich vorgeschrieben sein können.

Das DPP-Register ist jetzt verfügbar

Die Europäische Kommission hat das Digital Product Passport Registry zusammen mit einer Testumgebung am 20. Juli 2026 in Betrieb genommen.

DPP-Daten müssen nicht in einer zentralen Produktdatenbank gespeichert werden. Die Wirtschaftsakteure müssen die jeweiligen Digitalen Produktpässe jedoch im Register registrieren.

Wann tritt die erste Pflicht in Kraft?

Für bestimmte Kategorien großer Batterien soll die Pflicht zum Digitalen Produktpass am 18. Februar 2027 beginnen.

Zu den ersten betroffenen Kategorien gehören Elektrofahrzeugbatterien, Batterien für leichte Verkehrsmittel und bestimmte Industriebatterien.

DPP umfasst mehr als einen QR-Code

Bei DPP denken viele zuerst an QR-Codes. Die zentrale technische Aufgabe ist jedoch die korrekte Verwaltung der Produktdaten.

Eine beispielhafte Architektur könnte so aussehen:

ERP → Produktdatenbank → API → DPP-Dienst → QR / Datenträger → Produktpass

Ein QR-Code ist lediglich einer der Datenträger, über die Nutzer auf die richtigen Produktinformationen zugreifen können.

Warum ist die ERP-Integration wichtig?

Ein großer Teil der möglicherweise benötigten Daten liegt bei Herstellern bereits in ERP-, PLM-, Produktions-, Qualitäts- oder Produktmanagementsystemen vor.

Deshalb können die erforderlichen Informationen möglicherweise über API-Integrationen aus bestehenden Quellen in eine zentrale DPP-Datenschicht übertragen werden, anstatt ein separates Datensystem von Grund auf aufzubauen.

Welche Daten lassen sich für DPP verwalten?

  • Produkt- und Modellkennungen
  • Herstellerinformationen
  • Serien- oder Chargeninformationen
  • Materialinformationen
  • Technische Dokumente
  • Zertifikate
  • Wartungs- und Nutzungshinweise
  • Informationen zu Recycling und Lebensende

Warum ist das für Hersteller in Bursa wichtig?

Hersteller aus der Automobil-, Maschinenbau-, Textil- und Metallbranche, die mit der Europäischen Union zusammenarbeiten, sollten die DPP-Vorschriften aufmerksam verfolgen.

Da die DPP-Pflicht für die betroffenen Produktgruppen schrittweise eingeführt wird, können Unternehmen sich frühzeitig vorbereiten, indem sie ihre bestehenden Produktdaten, ERP-Systeme und Integrationsmöglichkeiten analysieren.

DPP-Integrationsinfrastruktur von Mitrotech

Mitrotech kann API-basierte Lösungen entwickeln, die sich in vorhandene ERP- und Unternehmenssysteme integrieren, ohne dass diese ersetzt werden müssen.

  • ERP-Integration
  • Produktdatenplattform
  • REST-API-Entwicklung
  • QR-basierte Produktseiten
  • Cloud-Datenbankinfrastruktur
  • Berechtigungs- und Datenzugriffsschichten
  • Vorbereitung auf die Integration des DPP-Registers
Was ist der Digitale Produktpass (DPP)? Wie bereiten sich Unternehmen auf den Export in die EU vor?